Dienstag, 19.06.2018 02:37 Uhr

Ali B. - Deutsche Flughäfen tickende Zeitbomben

Verantwortlicher Autor: Dipl. Ing. Marc Störmer Frankfurt am Main, 09.06.2018, 10:22 Uhr
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Flugzeug im Landeanflug
Flugzeug im Landeanflug   Bild: Fraport AG

Frankfurt am Main [ENA] Gravierende Sicherheitsmängel an Deutschen Flughäfen fallen nicht nur im Fall der geglückten Flucht von Ali B. auf, der mit unterschiedlichen Namen auf Ticket und Pass Deutschland verlassen konnte. Doch die größten Sicherheitslücken tuen sich dort auf, wo die Öffentlichkeit gar nicht hinkommt

Auf die Sicherheitsmängel an Deutschen Flughäfen wird bereits in einem Artikel http://newsful.en-a.de „FRA Gravierende Sicherheitsmängel am Flughafen" eingegangen. Der Fall Ali B. beweist nur einmal mehr, das die Sicherheit an Deutschen Flughäfen eine rein subjektive Empfindung ist. Die tatsächlichen Sicherheitsmängel an Deutschen Flughäfen sind teilweise so gravierend, dass eine detaillierte Beschreibung schon eine Straftat wäre. Mitverantwortlich, das LBA - Luftfahrtbundesamt.

Dem 20 jährigen Iraker Ali B. wird vorgeworfen in Wiesbaden die 14 jährige Susanna zwischen dem 22. und 23. Mai erst vergewaltigt und dann getötet zu haben. Die Leiche der jungen Susanna hat er bei einem abgelegenen Bahnübergang in Wiesbaden Erbenheim vergraben. Die ganze Familie hat noch letzten Donnerstag ihre Asylunterkunft in Wiesbaden fluchtartig verlassen und mittels Doppelidentität die Kontrollen am Flughafen passiert. Die Flucht ging über Istanbul in den Nordirak.

Die Flucht des mutmaßlichen Mörders Ali B. ist für die Flughafensicherung ein Tiefschlag. Der Versuch, mit Papieren die geringfügigst voneinander abweichen in die USA zu reisen endet i.d.R. spätestens am Schalter, wenn nicht sogar in einer Zelle. Kontrolle kann also funktionieren, wenn man denn will. Ausgerechnet Reisen in Flüchtlingsländer scheinen für Kriminelle kein Problem darzustellen. Zeit, die Kontrollen an Deutschen Flughäfen grundsätzlich zu überdenken.

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